Schloss Wespenstein
... einstiger Sitz der Reichserbmarschälle von Pappenheim, prägt seit Jahrhunderten das Antlitz der Stadt Gräfenthal.
Kurze Historie:
- ca.1250 vermutlich als Zollhaus erbaut
- 1337 als „Hus Grevental” erstmals urkundlich erwähnt
- bis 1425 Residenz der Grafen von Orlamünde (Otto XI von 1414-1424)
- 1438 Residenz des Reichserbmarschalls Conrad von Pappenheim
- 1517-1541 Umbau durch Sebastian von Pappenheim zum stattlichen Schloss
- 1530 Martin Luther und der sächsische Kurfürst zu Gast
- 1547 Kaiser Karl V. und Herzog Alba zu Gast
- 1571 Errichtung des Wendelsteins (Turm)
- 1599 erlosch mit Reichsmarschall Christoph Ullrich die Gräfenthaler Linie der Pappenheimer
- 1621 Verkauf der Herrschaft an die Herzöge von Sachsen-Altenburg und Sitz eines Schößers (Amtmanns)
- 1672 Im Besitz der Herzöge von Sachsen-Gotha
- 1680 Im Besitz der Herzöge von Sachsen-Saalfeld bzw. Coburg-Saalfeld
- 1686 brannte das Schloss zum großen Teil nieder und wurde nur teilweise wieder aufgebaut
- 1826 Das Schloss war Sitz im Besitz der Herzöge von Sachsen-Meiningen
- 1826-1829 Das Schloss erhält sein heutiges Aussehen 1826-1952 Sitz eines Land - bzw. Amtsgerichtbezirkes
- 1952-1956 Sitz einer Grenzpolizei- Kommandantur
- 1956-1989 in Verwaltung der Stadt Gräfenthal
- 1990 im Besitz des Bundesvermögensamtes
- 1994 in Privatbesitz
- 2002 Erwerb durch Dr. Wehr
- 2007 Gemeinnützige Schloss Wespenstein Stiftung
Quelle für die Daten:
Henry Bechtoldt – Chronik von Schloß Wespenstein. Gräfenthal
Hinweis
Führungen finden immer samstags und sonntags um 15:00 Uhr statt.
Weiterführende Informationen finden Sie auch auf der eigenen Homepage des Schloss Wespenstein:
Museum im Schloss
Das Museum im Schloss Wespenstein wurde zum Tag des Denkmals im September 2003 vom Heimat- und Geschichtsverein "Die Pappenheimer" eingerichtet. Es enthält mehrere Ausstellungen:
- Baugeschichte von Schloss Wespenstein
- Die Geschichte nach der Wende mit den Voreigentümern Kenyeres und Laass.
- Dokumentation der Restaurierungsarbeiten ab 2003
Eine weitere Ausstellung zum Thema historische bäuerliche und bürgerliche Trachten wurde von Frau Kirchhübel zum Tag des Denkmals am 12.9.04 in 3 Räumen eröffnet. Zum Tag des Denkmals im Jahr 2006 wurden dann 2 weitere Räume mit einer Porzellanausstellung und Handarbeiten aus Omas Zeiten präsentiert.
Weiterhin wurden archäologische Funde von Bernd Bechtoldt in liebevoller Kleinarbeit sortiert, beschriftet und in Vitrinen ausgestellt.
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